Steuererhöhnung im Kanton Luzern abgelehnt!

http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/17882998

Mit rund 54% wurde die Erhöhung der Steuern im Kanton Luzern am 21.05.2017 abgelehnt.
Ich interpretiere hier mehr als nur ein pauschaler Steuerzahlungsfrust.

Einerseits zeigt mir das Argumentorium der Gegner, vorwiegend SVP, dass auch hier nicht ganz
verstanden wurde, was mit den Steuern erreicht werden sollte.

DENN:  Alle reden vom Sparen. Dies ärgert in sofern, als dass die Definition von Sparen nichts
anderes bedeutet, als Geld zur Seite legen, um es dann später auszugeben.

Dies mag im Rahmen von einer gesunden Reservenbildung durchaus sinnvoll sein. Jedoch kann
es in einem verschuldeten und budgetlosen Kanton noch nicht zum Thema gemacht werden.

Weniger Ausgeben sollte die Devise lauten! Klingt simpel, ist es auch!

Erschreckenderweise kommen dann bspw am 22.05.2017 morgens im Radio Interviews mit
CVP Anhängern (SRF 1, Name ist mir leider entglitten, kann jedoch noch recherchiert werden) und
dem Finanz-Regierungsrat des Kt. LU. Erschreckend weil diese genau beweisen, dass sie von unternehmerischem
Umgang mit Finanzen nur wenig verstehen, oder sich zumindest aus Medienwirksamkeit „naiv“ stellen.

Die Aussage: „CHF 64 Mio weniger Steuereinnahme heisst automatisch ein Leistungsabbau.“. Dies stimmt bedingt
und wird natürlich von den „Verlierern“ nun sehr binär angewandt. So nach dem Motto:
Du gibst mir kein Geld, also kriegst du gar nichts. Dass trotzdem noch relativ viele Steuern in den
Kantonsfinanztopf fliessen, vergisst man dann gerne.
Jedoch kann dies durchaus auch relativiert werden. Denn, und das bestätigt meine These, dass Sparen nicht das
richtige Mittel in der jetzigen Phase ist.
Der Hebel muss bei den behördlichen Prozessen und deren Umsetzung angesetzt werden.
Mit optimierten Prozessen, einer cleveren Personalpolilitik und anderen betrieblichen Massnahmen kann man
weniger Ausgeben und trotzdem nicht im adäquaten Ausmass Leistungen abbauen müssen!

Also bitte keine Polemik jetzt, sondern unternehmerisches Handeln.

Zudem denke ich, werden die Verkehrskontrollen, Steuerprüfungen, etc zunehmen, sowie dann
auch noch bestimmt eine neue Gebühr eingeführt (Bereits geschehen am 21.05.2017 -> Billettsteuer!)
==>  http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/14097410

Noch ein Nachwort zum budgetlosen Zustand:
Irgendwie scheinen scheint das DEBI und KREDI Management des Kantons trotz „keinem Budget“ sehr gut
zu funktionieren. Und wieso wird beim Budget, wie im Unternehmen auch, nicht ein „Best, Worst und Real-Case“
Szenario erstellt? => Weill der Kanton sich gewohnt ist, die Ausgaben statisch zu halten und die Einnahmen
dynamisch durch Steuern und weiteren Gebühren und Abgaben reinzuholen!